Und plötzlich ist da mehr, als nur Arbeit und Baustelle...

Bald 7 Jahre, - seit es unser Geschäft gibt, bestand mein Leben offenbar tatsächlich überwiegend aus Arbeit und Baustelle. Es ist noch gar nicht lange her, als mir das bewusst wurde und ich dachte mir nur, "wo ist die Zeit hin?" In den letzten 7 Jahre hatte ich also nicht wirklich viel ausserhalb der Baustelle, oder ausserhalb des Büros erlebt. Bis auf ein paar Familienfeste. Hie und da ein Restaurantbesuch, oder ein kleiner Ausflug. Aber sonst, - keine Ferien, - Nichts. Das ist doch verrückt?! Dabei bin ich doch eigentlich so ein Mensch, der kurz für eine Pizza nach Italien fahren würde. Weltoffen. Unternehmungslustig. Aber wie das so ist, geriet das alles total in den Hintergrund, ohne, dass mir das am Anfang gross bewusst wurde. Ich arbeite gerne und leb(t)e bis Anfang dieses Jahres wohl wirklich praktisch nur für unser Geschäft. Und wenn ich mich mal nicht den Offerten & Co. widme, habe ich auch sonst immer neue Pläne, neue Visionen, neue Ideen, die ich natürlich unbedingt umsetzen will. Meine To-Do Liste ist nie leer..

Frau im Baugewerbe - Teil 2 - Die Ausbildung im Lehrbetrieb [Kolumne]


Im ersten Teil habe ich erzählt, wie sich die Lehrstellensuche für mich damals, vor 20 Jahren so gestaltet hat. Weil der erste Teil so gut ankam und immer noch rege gelesen wird (womit ich echt nicht gerechnet hätte), ist es demnach höchste Zeit für den nächsten Teil der "Frau im Baugewerbe-Kolumne". Und so schreibe ich in diesem Beitrag darüber, was in den drei Jahren Lehrzeit im betrieblichen Teil so passiert ist. Wie habe ich meine Lehrzeit auf der Baustelle so erlebt? Oder wo gab es Konflikte und Drama? Falls Du den ersten Teil noch nicht gelesen hast und von Anfang an mitlesen möchtest, findest Du Teil 1 hier verlinkt. 



Entwässerungsrinnen aus PE: Sinn oder Unsinn?

Es landen ja regelmässig neue und (angeblich) innovative Produkte für das Baugewerbe auf dem Markt. Teilweise befinden sich auch Produkte in den Nachbarländern im Verkauf, welche wir hier in der Schweiz noch gar nicht kennen, oder diese von den Eigenschaften her einfach keinen Anklang finden. Auf einer unserer Baustellen im Juni dieses Jahres sollten Entwässerungsrinnen versetzt werden. Ursprünglich offeriert hatte ich wie so häufig die klassische ACO-Rinne, denn das Produkt überzeugt seit Jahren. Nun war der Bauherr aber auf der Suche nach einer weitaus günstigeren Variante und hat schlussendlich dann auch eine Alternative gefunden. 


Entwässerungsrinne aus PE

Qualität hat ihren Preis...


Es gibt Sie, diese Schnäppchenjäger, welche beim Einkauf immer die billigsten Preise für die besten Produkte ergattern wollen. Leider ist diese Mentalität nicht mehr nur im Handel aktuell, sondern scheint mittlerweile auch in vielen anderen Branchen ganz "in" zu sein. Bei einer Dienstleistung für das Gold-Paket nur den Bronze-Preis zu bezahlen ist doch immerhin ein unschlagbares und verlockendes Angebot oder? Schliesslich gibt immer irgend ein Mitbewerber, welcher diesen Bronze-Preis anbietet. Ob der Kunde dann aber auch wirklich das angeblich versprochene Gold-Paket zum Bronze-Preis bekommt, sei dahin gestellt. Meistens ist der Kunde in einem Bereich ja eher ein Laie und kann also gar nicht nachvollziehen, ob er nun tatsächlich das Gold-Paket erhalten hat. Mit solchen Bronze-Preis-Anbietern, muss ich mich tragischerweise häufig auseinander setzen. Heute zwar eher weniger, als noch vor ein paar Jahren, aber ganz ehrlich, manchmal zerrt das trotzdem ganz schön an den Nerven und davon kann wohl so mancher Unternehmer ein Lied singen.


Corona-Virus: Brennpunkt Baustelle

Ja, die Lage ist derzeit kritisch und ernst zu nehmen. Viele gehen noch zu leger mit der aktuellen Situation um. Nicht nur Jugendliche lungern gruppenweise herum, oder nicht nur die Rentner machen Ausflüge, - auch die UNIA war unterwegs. Auf den Baustellen. Ich glaube, die meisten von uns haben den Artikel und die Fotos von der UNIA in unseren bekannten Tageszeitungen gesehen. Inklusive Firmen-Logos, damit wir wissen, um welche Firmen es sich handelt. Die Situation auf den besuchten Baustellen ist für die UNIA ein gefundenes Fressen. 20 Mann, dicht aneinander gedrängt in einer Baragge, nicht gereinigte und dem Personal entsprechend zu wenige Baustellen-WC's. Kein Desinfektionsmittel. Natürlich weiss ich selbst auch, dass diese Baustellen-WC's auf vielen Grossbaustellen seit Jahren so aussehen und, dass sich jeder in den Pausen in die Baragge pfercht. Auch, dass auf vielen Baustellen eher zu wenig WC's vorhanden sind. (Typische Sparmassnahmen!) Aber, diese Zustände sind noch lange nicht auf jeder Baustelle anzutreffen, denn es gibt Baumeister die achten auf Abstand, Hygiene und genügend WC's. Auch wenn uns die UNIA nun ein ganz anderes Bild vermitteln will.